Berührung, die wahrnimmt, statt etwas erzwingt

Meine Hände versuchen nicht, deinen Körper zu verändern oder eine bestimmte Reaktion hervorzurufen. Ich nehme wahr, wie sich Spannung, Atem und Bewegung unter der Berührung zeigen. Manchmal bleibe ich länger an einer Stelle. Manchmal verändert sich der Kontakt. Manchmal geschieht für eine Weile fast nichts.

Es geht nicht darum, etwas „richtig“ zu machen oder loslassen zu müssen. Die Berührung lädt dazu ein, den eigenen Körper deutlicher wahrzunehmen und zu bemerken, was im Moment möglich ist.

So läuft eine Sitzung ab

Freitags und samstags in Weißbach • 60 Minuten Körperarbeitszeit • 70 Euro (Zeitbedarf mit Vor- und Nachbereitung ca. 70 Minuten)

1. Ankommen

Wir nehmen uns zunächst einen Moment Zeit, um anzukommen.

 

2. Kurzes Vorgespräch

Was führt dich heute zu mir? Gibt es etwas, das ich wissen sollte? Was ist dir bei Berührung wichtig?

 

3. Grenzen und Rahmen klären

Wir besprechen Bekleidung, Abdeckung, mögliche Berührungsbereiche und deine persönlichen Grenzen.



 4. Körperarbeit auf der Liege

Die Berührung ist ruhig und aufmerksam. Ich folge keiner festen Griffabfolge, sondern nehme wahr, wie dein Körper im jeweiligen Moment reagiert.

 

5. Wahrnehmen

Atmung, Spannung und Körperempfindungen können sich verändern. Du musst nichts Bestimmtes fühlen und nichts erreichen.

 

6. Nachspüren

Am Ende liegst du noch ein paar Minuten in Ruhe, damit die Sitzung ausklingen kann.

 

7. Kurzer Abschluss

Wenn du möchtest, kannst du erzählen, was du wahrgenommen hast. Ob du eine weitere Sitzung möchtest, entscheidest du in Ruhe für dich.

Emotionales Erleben

Was sich während einer Sitzung zeigen kann

Jede Sitzung ist anders. Es gibt keinen festgelegten Prozess und nichts, was du erreichen musst.

Durch ruhige, achtsame Berührung kann dein Körper zunächst einfach zur Ruhe kommen. Vielleicht wird die Atmung freier, eine Spannung verändert sich oder ein Bereich deines Körpers wird deutlicher wahrnehmbar.

Manchmal entsteht daraus ein ganz natürlicher Prozess:

Ankommen → wahrnehmen → weniger festhalten → mehr Raum.

Wenn der Körper nicht mehr so viel halten muss, kann sich das unterschiedlich zeigen: als Ruhe oder Entspannung, als mehr Beweglichkeit, ein Gefühl von Leichtigkeit oder einfach als stärkerer Kontakt zu dir selbst.

Auch Empfindungen, Gedanken, Bilder oder Gefühle können auftauchen. Sie müssen nicht erklärt oder gedeutet werden. Du entscheidest selbst, ob du darüber sprechen möchtest. Manchmal kann eine kurze Frage hilfreich sein, manchmal ist Schweigen passender.

Es muss aber auch gar nichts Besonderes geschehen. Vielleicht genießt du einfach die Berührung und die Zeit, in der du nichts leisten musst.

Was sich zeigt, entsteht aus deinem eigenen Erleben. Ich begleite diesen Prozess aufmerksam – mit Berührung, Präsenz und, wenn es hilfreich ist, mit wenigen Fragen.

 

Bekleidung und Abdeckung

Die Körperarbeit findet grundsätzlich in Unterwäsche auf der Liege statt.

Dein Körper bleibt dabei mit einem Tuch oder einer Decke respektvoll abgedeckt. Nur der Bereich, an dem ich gerade arbeite, wird freigelegt. Ich stelle Laken bereit - du kannst aber sehr gerne auch selbst mitbringen, womit du dich wohlfühlst.

Wenn dir ein erster Kontakt mit mehr Bekleidung angenehmer ist, kann die Sitzung auch mit dünner, flexibler Kleidung beginnen oder vollständig so stattfinden. 

Du möchtest genauer verstehen, was hinter dieser Art der Körperarbeit  steht?

Warum ich Spannung nicht einfach auflösen möchte und welche Rolle Berührung, Atem und Wahrnehmung dabei spielen, kannst du hier ausführlich nachlesen:

→ Körperarbeit verstehen

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